Die AG-Missionsprokuren (AG MP)

Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Missionsprokuren wurde 1974 gegründet. Sie versteht sich als loser Zusammenschluss der Missionsprokuren der missionierenden Orden und Gemeinschaften zum Zwecke des Erfahrungsaustausches, der Zusammenarbeit und der Vertretung gemeinsamer Interessen.

Aktuell sind 106 Prokuren in Deutschland in der AG MP als Mitglied eingetragen. Ihre Zuständigkeit richtet sich nach dem jeweiligen ordensrechtlichen Mandat der Gemeinschaften. Die Einbindung in die Entscheidungsgremien der Missionierenden Orden und Gemeinschaften geschieht durch die Mitgliedschaft des Vorsitzenden der AG MP in der KMO–Konferenz missionierender Orden, in der auch die Anliegen der AG MP besprochen werden.

Auf diese Weise können die Prokuratorinnen und Prokuratoren ihren Expertise in die KMO einbringen.

2015 förderten deutsche Missionsorden Projekte in Höhe von 83,8 Mio. Euro

„Ecce Homo“

April 2016 - Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Missionsprokuren (AGMP) hat ihren Rechenschaftsbericht für 2015 veröffentlicht. Danach unterstützten 106 angeschlossene Missionsorden Projekte in aller Welt in Höhe von 83.750.929,96 Mio. €. Nach Asien flossen Hilfsgelder in Höhe von rund 20,7 Mio. €, nach Afrika 30,1 Mio. €, Lateinamerika 16,9 Mio. € Osteuropa 1,9 Mio. € und in sonstige Länder 3,2 Mio. €. Die Kosten für die Verwaltung betrugen 5,6 %, für Werbung und Bildung je 6,7 % und 2,5 % der Ausgaben.

Die Einnahmen der Missionsorden beliefen sich 2015 auf 84 Mio. €. Die Anzahl deutscher Missionskräfte im weltweiten Einsatz betrug Anfang April 2015 genau 1.900 Personen. Das bedeutet ein leichtes Minus von 1,47 % im Vergleich zum Vorjahr. Den größten Anteil der Missionskräfte stellen die Ordensgemeinschaften mit 1.939 Personen, davon 1.120 Ordensschwestern, 634 Ordenspriester sowie 185 Ordensbrüder. Hinzu kommen noch 171 Weltpriester aus Deutschland und 104 Laienmissionarinnen und –missionare. 41,5% aller Missionskräfte sind in Afrika tätig, 40,4% in Lateinamerika 15,5% in Asien und 2,6 % in Osteuropa.

In seinem Rechenschaftsbericht hebt der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft P. Clemens Schliermann SDB das Schreiben des heutigen Papst Franziskus ‚Amoris Laetitia’ hervor, das  „neugierig mache“ und „die Kirche wieder ins Gespräch bringe“. Deutlich betont er die klare Linie des „Bischofs von Rom“, der „gerade in den Marginalisierten, Schwachen und Kleinen seinen ureigensten Sendungsauftrag erkennt und lebt.“. Das sei „die grenzenlose Barmherzigkeit Gottes selber, seine Werke an und für alle Menschen“. Zugleich ermutigt er die Ordenschristen „Handwerker der Vergebung, Spezialisten der Versöhnung und Experten der Barmherzigkeit zu sein“.

Herausgeber

P. Clemens Schliermann SDB (Vorstand AG MP)

www.agmissionsprokuren.de