Die AG-Missionsprokuren (AG MP)

Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Missionsprokuren wurde 1974 gegründet. Sie versteht sich als loser Zusammenschluss der Missionsprokuren der missionierenden Orden und Gemeinschaften zum Zwecke des Erfahrungsaustausches, der Zusammenarbeit und der Vertretung gemeinsamer Interessen.

Gemalte KircheAktuell sind 125 Prokuren in Deutschland in der AG MP als Mitglied eingetragen. Ihre Zuständigkeit richtet sich nach dem jeweiligen ordensrechtlichen Mandat der Gemeinschaften. Die Einbindung in die Entscheidungsgremien der Missionierenden Orden und Gemeinschaften geschieht durch die Mitgliedschaft des Vorsitzenden der AG MP in der VDO-VOD-Kommission „Weltkirche“, in der alle Anliegen der AG MP besprochen werden und Beauftragung für bestimmte Aufgaben erfolgen.

Auf diese Weise können die Prokuratorinnen und Prokuratoren ihren Sach- und Fachverstand in die Gremien des Deutschen Katholischen Missionsrates einbringen.


Gemeinsam und doch autonom

  An vielen Orten in der Welt sind die Ordensgemeinschaften die „Visitenkarte“ der katholischen Kirche vor Ort. Gemeinsam und doch autonom, wollen sie ihren Dienst an Menschen tun. Mehr…


Der Finanzbericht 2009 ist erschienen

Jean Paul Muller
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Pressemitteilung der Deutschen Ordensobernkonferenz und der Arbeitsgemeinschaft deutscher Missionsprokuren 23. Juni 2009

„119,2 Mio. Euro Spenden für Missionsorden“

Weltweites Engagement der Orden für die Armen

Bonn, den 23. Juni 2009.- Die Geschäftsstellen (Missionsprokuren) der deutschen Missionsorden haben am Dienstag in Bonn ihren Finanzbericht 2008 vorgelegt. Demnach wurden im letzten Jahr 119.262.875,15 Euro für Projekte der Alten- Jugend- und Behindertenhilfe sowie für Aus- und Weiterbildung von Fachkräften vergeben. Das bedeutet eine leichte Steigerung um 2,15 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr. Seit 1980 haben die Ordensprokuren insgesamt 3,1 Milliarden Euro für soziale und humanitäre Projekte in aller Welt zur Verfügung gestellt.

Die Ordensgemeinschaften sehen in der ungebrochenen Spendenbereitschaft der deutschen Katholiken einen Vertrauensbeweis und eine Anerkennung für ihren Einsatz für Menschenrechte, die Weitergabe einer Lebensorientierung am Evangelium und die Verständigung zwischen Kulturen, Religionen und Ethnien. Bei der Vorstellung des Finanzberichtes sagte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, der Salesianerbruder Jean-Paul Muller, die Vergabe der Mittel spiegele in etwa die soziale Wirklichkeit unserer Welt wieder: Während das finanzielle Engagement der Orden in Asien und Lateinamerika in den letzten Jahren leicht gesunken sei, sei es in Afrika, wo es derzeit viele humanitäre Krisen und Kriege gebe, stark angewachsen.

Die Verwurzelung der Orden in vielen Ländern, die sich u. a. in einer rasch wachsenden Zahl einheimischer Ordensleute niederschlägt, führt nach Ansicht Mullers dazu, dass sie für viele Menschen eine sichere Anlaufstelle bei Bedrohung, Verfolgung oder anderer Not sind. Die Einrichtungen der Orden böten Schutz in Krisengebieten und seien Plattformen des Friedens und der Hoffnung bei Naturkatastrophen und in kriegerischen Auseinandersetzungen. Durch eine fundierte Ausbildung verfügten Ordensleute über Wissen und Fachkompetenz. Da sie auf nationaler und internationaler Ebene gut vernetzt seien, seien sie oft die Einzigen, die die Welt über Missstände und Ungerechtigkeiten informierten.

Als Beispiele nannte Muller Menschenrechtsarbeit wie in Pakistan, Burma, Venezuela und Haiti: Ohne die Präsenz von Ordensleuten würden dort noch mehr Menschen in Gefängnissen sitzen, weil sie sich keinen Anwalt leisten können. Es würden noch mehr Kinder sterben, weil es keine medizinische Hilfe für sie und ihre Mütter gebe. Es würden noch mehr Kinder auf der Straße leben oder der Prostitution nachgehen. Es würden noch mehr Menschen an Malaria oder Aids sterben. Die Vorsitzende der Deutschen Ordensobernkonferenz, Sr. Aloisia Höing SMMP dazu: "Die Ordensgemeinschaften machen sich mit ihrem weltweiten Engagement zum Anwalt und Sprachrohr der Armen. Sie kämpfen um deren elementare Anliegen. Ohne die Unterstützung und die Förderung so vieler Menschen könnten wir diese Aufgabe nicht leisten."

Wo die Orden selber rückläufige Mitgliederzahlen haben, ruht das Engagement der Gemeinschaften zum großen Teil in Laienhänden. Diese gemeinsame Arbeit zwischen Ordensleuten und Laienmitarbeitern ist laut Muller von unschätzbarem Wert. „Die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit im Netzwerk sichert das Engagement der Orden und ist ein weiteres Qualitätsmerkmal ihrer sozialen und caritativen Arbeit.“

Herausgeber

Sr. Aloisia Höing SMMP, Vorsitzende der DOK www.orden.de

Jean Paul Muller SDB, Leiter der AGMP www.agmissionsprokuren.de

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Vorstand der AG Missionsprokuren – Br. Jean-Paul Muller
Sträßchensweg 3 – 53113 Bonn – Tel: +49 (0) 228 539650 – Fax: +49 (0) 228 5396565 – E-mail: vorstand@agmissionsprokuren.de

 
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