Arbeitsgemeinschaft deutscher Missionsprokuren

Die missionierenden Orden und Gemeinschaften der katholischen Kirche gehören zu den großen weltkirchlichen Werken der deutschen Ortskirche.

MissionskircheDeshalb ist es ihre vorrangige Aufgabe die weltkirchliche Weite zur Geltung zu bringen über alle Grenzen hinweg zwischen unterschiedlichen Völkern und Kulturen, zwischen Ortskirchen und Religionen. Dabei stehen sie vor allem auf der Seite der Armen und Armgemachten, sind die Anwälte der Schwachen in der globalisierten Welt und klagen Mitmenschlichkeit, Gerechtigkeit und Solidarität ein.

In allen Kontinenten verfügen die Orden über ein weitverzweigtes Verteilernetz das auch in den entlegensten Winkeln der Welt eine sparsame und kontrollierte Verwendung der Spendenmittel möglich macht. Der enge Kontakt mit den Schwestern und Brüdern der eigenen Gemeinschaften, die vielfachen Verbindungen und intensiven Beziehungen mit Gruppen und Bewegungen, Gemeinden und Projekten in den Ländern und Kirchen des Südens garantieren eine wirksame Zusammenarbeit.

Sie nehmen die Herausforderung an, die Vision von einem neuen Himmel und einer neuen Erde wach zu halten, damit die Armen erfahren können, dass Gott sie liebt, und die Reichen erahnen, dass sie zur Gerechtigkeit und zum Frieden beitragen können.

Finanzbericht 2006 [PDF] | Finanzbericht 2007 [PDF]
Finanzbericht 2008 [PDF] | Finanzbericht 2009 [PDF]

Jean Paul MullerDas Motto des Katholikentages 2006 in Saarbrücken forderte uns als Christen auf, uns stärker in der Gesellschaft und in unseren Kirchen für „Gerechtigkeit vor Gottes Angesicht“ einzusetzen. Der gesellschaftliche Wandel in Deutschland und Europa, aber auch die negativen Folgen der Globalisierung für die Menschen in den Entwicklungsländern sind Herausforderungen, denen wir uns heute als Missionsprokuren stellen. Wir alle kennen Mitschwestern und –brüder, die sich für Gerechtigkeit einsetzen, indem sie mit und für arme Menschen leben. Sie helfen bei der Bewältigung des Alltags, bei medizinischen und seelsorglichen Fragen, unterrichten Kinder und stehen Sterbenden zur Seite. Gerechtigkeit ist ein schweres Ideal, das jeden Einzelnen fordert, in einer sich ständig verändernden Realität tätig zu werden. Als Christen können wir uns an der frohen Botschaft orientieren, die uns Christus verkündet und vorgelebt hat.
 
Wir haben als Christen derzeit zwei Möglichkeiten: das vangelium
verkünden (missionieren) oder unsere Religion und uns aufgeben
(kapitulieren). Wenn wir uns für Gerechtigkeit einsetzen, dann missionieren wir, indem wir Zeugnis von einem liebenden, verzeihenden Gott geben, indem wir aufzeigen, dass in jedem Menschen Gottes Antlitz zum Leuchten kommt. Deshalb delegieren wir als Missionsprokuren die Aufgabe der Verkündigung des Evangeliums nicht an unsere Partner, Mitschwestern und –brüder in der Dritten Welt, sondern unterstützen die missionarischen
Anstrengungen der Kirche in Deutschland, weil auch wir Teil dieser Kirche sind. „Mission vollzieht sich in unseren Zeiten globaler Vernetzung immer mehr als ein (wenngleich vielschichtiges) Geschehen. Missionarische Seelsorge zu Hause und in der Welt sind – nicht nur theologisch, sondern zunehmend auch praktisch – zwei Seiten einer Medaille.“ (Bischof Dr. Franz Kamphaus,Limburg)

Mit dem vorliegenden Finanzbericht zeigen wir als AG MP lediglich die monetäre Seite unserer Tätigkeit. Die Zahlen sprechen für sich. Sie sind ein Beweis für das enorme Vertrauen der Bevölkerung Deutschlands in die Arbeit der Orden und gottgeweihten Institute – und sie bestätigen die ordnungsgemäße Handhabung der Spendengelder. Allen, die zu diesem großen Engagement zugunsten der ärmeren und
benachteiligten Mitmenschen auf unserer Erde beitragen, einen herzlichen Dank!
 
Bruder Jean Paul Muller, SDB

Vorstand der AG Missionsprokuren – Br. Jean-Paul Muller
Sträßchensweg 3 – 53113 Bonn – Tel: +49 (0) 228 539650 – Fax: +49 (0) 228 5396565 – E-mail: vorstand@agmissionsprokuren.de

 
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