Die AG-Missionsprokuren (AG MP)
Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Missionsprokuren (AGMP) wurde 1974 gegründet. Sie versteht sich als Zusammenschluss der Missionsprokuren der missionierenden Orden und Geistlichen Gemeinschaften in Deutschland zum Zwecke des Erfahrungsaustausches, der Zusammenarbeit und der Vertretung gemeinsamer Interessen. Seit 2016 ist die AGMP eine Arbeitsgemeinschaft der DOK. Sie hat deren Statuten für die Arbeitsgemeinschaften übernommen und ist in ihre Struktur eingebunden.
Aktuell sind 93 Prokuren in Deutschland in der AGMP als Mitglieder eingetragen. Ihre Zuständigkeit richtet sich nach dem jeweiligen ordensrechtlichen Mandat der Gemeinschaften. Die Einbindung in die Entscheidungsgremien der Missionierenden Orden und Gemeinschaften geschieht durch die Mitgliedschaft des Vorstands der AGMP in der Konferenz missionierender Orden (KMO), in der auch die Anliegen der AGMP eingebracht werden.
Der Finanzbericht 2024 ist erschienen
Gemeinsam und doch autonom
An vielen Orten in der Welt sind die Ordensgemeinschaften die "Visitenkarte" der katholischen Kirche vor Ort. Gemeinsam und doch autonom, wollen sie ihren Dienst an Menschen tun.
2024 förderten deutsche Missionsorden Projekte in Höhe von über 97 Mio. Euro
„Ein Netzwerk der Solidarität“
Mai 2025 - Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Missionsprokuren (AGMP) hat ihren Rechenschaftsbericht für 2024 veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass die Missionsprokuren im vergangenen Jahr 104.843.183 Euro an Einnahmen aus Spenden, Beiträgen und in geringem Maße (rund 5 %) aus Zuschüssen zusammengetragen haben. Im Vergleich zum letzten Jahr gehen die Einnahmen damit zum ersten Mal seit 2019 wieder leicht zurück. Von den 93 Missionsprokuren haben 49 Gemeinschaften der AGMP ihre Zahlen mitgeteilt. Den Einnahmen stehen Ausgaben für weltkirchliche und missionarische Aufgaben von insgesamt 115.565.745 Euro gegenüber. Davon gingen 97.003.217 € unmittelbar in die Projektförderung. Nach Asien flossen rund 21,8 Mio. € dieser Hilfsgelder, nach Afrika rund 44,6 Mio. €, nach Lateinamerika 16,4 Mio. €, in die EU-Staaten 9,4 Mio €, in die anderen europäischen Länder rund 2,4 Mio. € und nach Ozeanien knapp 141 Tsd. €. Der Anteil der Verwaltungsausgaben betrug rund 6,9 Mio. €, weitere Finanzmittel wurden in die Bildungsarbeit (2 Mio. €) gesteckt und für Werbezwecke (6,1 Mio. €) verwendet.
Die Anzahl deutscher Missionskräfte im weltweiten Einsatz betrug Anfang Februar 2025 1.172 Personen. Das bedeutet ein Minus von 2 % im Vergleich zum Vorjahr. Den größten Anteil der Missionskräfte stellen die Ordensgemeinschaften mit 949 Personen, davon 564 Ordensschwestern, 293 Ordenspriester sowie 92 Ordensbrüder. Hinzu kommen 121 Fidei-Donum-(Diözesan)-Priester aus Deutschland und 102 Laienmissionarinnen und –Missionare. 39,17 % aller Missionskräfte sind in Afrika tätig, 44,62 % in Amerika, 13,56 % in Asien und Ozeanien und 2,65 % in Europa.
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Kinder an die Macht
In Kinderparlamenten lernen Jungen und Mädchen wie Demokratie funktioniert. Sie erfahren viel über Kinderrechte und fordern sie auch aktiv ein. Don Bosco unterstützt Kinderparlamente in aller Welt - so auch in Indien.
Schwester Vennila FMA ist Ansprechpartnerin für die Kinder und Jugendlichen in Konadasapura. "Bevor wir das Kinderparlament aufgebaut haben, haben wir die Kinder im Oratorium getroffen und ihnen Spiele und Sporaktivitäten angeboten. So konnten wir sie besser kennenlernen und Vertrauen schaffen."
In den Nachbarschaftsparlamenten lernen die Kinder ihre Situation zu reflektieren. Zudem erfahren sie, wie ein parlamentarisches System funktioniert: Die Rollen und Zuständigkeiten der einzelnen Minister, der Ablauf von Parlamentswahlen und die Bedeutung von bürgerlichem Engagement.
(Quelle: Don Bosco Mission - Photoreportage „Kinder an die Macht“)